DÚNÉ

»Man sah in der Schule auf viele einmal kleine Mädchen mit Dúné-Shirts«

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Trotz ihrer jungen Jahre und ihres frühen, unerwarteten Erfolgs sind die Dänen völlig professionell – und dabei ungemein sympathisch. Cille (Cecilie) Dyrberg und Mattias Kolstrup plaudern vor ihrem Auftritt am 10. Oktober 2009 im Stuttgarter Zapata über »Dúnékratie«, ihren überraschenden Erfolg sowie die Reaktionen darauf, verrückte Japaner, ihren Einfluss auf Jacob Hansen und wieso die Ärzte die perfekte Vorband wären.

Dúné: Viel Licht und wenig Schatten Foto: © Dúné / Casper Balslev

»Dúnékratie«

Für euren Namen Dúné ist nirgends eine Erklärung zu finden – was ist die Bedeutung eures Bandnamens?

(Gleichzeitig) Mattias Kolstrup: Es gibt keine.
Cille (Cecilie) Dyrberg: Viele.

Beide grinsen. Es folgen Erklärungsversuche:
Mattias: Es gibt da dieses Buch »Dune«… AdR: Deutsch »Der Wüstenplanet« von Frank Herbert)
Auf Französisch existiert »dune« auch, bei gleicher Bedeutung: Düne. Dúné klingt französisch – ist es aber nicht —

Cille: — es gibt im Französischen ja den Ausdruck »d'une« und das sieht schon fast so aus wie dúne.
Mattias: — mein Bruder hatte früher mal ne Band, die hieß Exposé und wir fanden das »é« am Ende sah gut aus…

Dúné

Dúné: First they took Kopenhagen...

Der größte Vorteil sieben Leute in einer Band zu sein, ist…?

Cille: Der Songwriting-Prozess. Er ist sehr kreativ. Wir haben so sehr viel verschiedene Inspirationen, wir hören alle verschiedene Musik und jeder bringt etwas in die Musik ein. Natürlich gibt es Bands die wir alle mögen, aber Mattias hört viel Pop, unser Gitarrist mag klassischen Rock, unser Schlagzeuger hört Drum'n'Bass,…
(strahlt) Und wir haben sehr viel Spaß auf der Bühne!

…damit haben wir schon den größten Nachteil: Zuwenig Platz auf den meisten Bühnen.

Mattias: Nein. Das ist spannend (lacht): Man weiß nie wer wen anrempelt.

Also, der größte Nachteil ist…?

Mattias: Stinkende Socken!
Cille: Das gleiche wie der größte Vorteil: Der Songwriting-Prozess. Er ist natürlich auch kompliziert. Wir müssen uns einigen, und das macht ihn langsam.

Und wie einigt ihr euch bei sieben Meinungen…?

Cille: Wir stimmen ab; wir haben eine eigene Dúné-Demokratie: 4:3 ist noch keine Mehrheit. Aber 5:2. Das ist »Dúnékratie«. Und das funktioniert.

Ihr wart schon mit eurem ersten Album sehr erfolgreich und habt sehr viele Preise gewonnen. Kam der Erfolg für euch überraschend?

Cille: Die größte Überraschung war, als wir den P3-Award gewannen! (AdR: Der »P3 Guld Award« wird vom nationalen dänischen Radio vergeben; er ist mit 100.000 DKK… dotiert und ist der wichtigste Musikpreis Dänemarks.)

— den haben vor uns so große Bands gewonnen und wir haben dann 2008 alle geschlagen.
Danach konnte uns dann nichts mehr überraschen.

»Dich hab ich hier noch nie gesehen«

Damals gingt ihr noch aufs Gymnasium, in dem kleinen Ort Skive – wie waren die Reaktionen?

Mattias: Die fanden's cool!

Cille: (lacht) Wir bekamen damals einen neuen Dänischlehrer, und wir fehlten ja immer mal ein paar Wochen. Ich hatte ihn also noch nie gesehen. Am Tag nach dem wir den P3-Preis gewannen, kam ich zu spät zum Unterricht und hab mich ganz unauffällig an meinen Platz geschlichen, als er gerade vor der Klasse stand und sagte: 'Habt ihr schon gehört? Dúné haben gestern den P3-Preis bekommen' – da deuteten meine Klassenkameraden alle auf mich.
(lacht) und er sah mich irritiert an und meinte: 'dich hab ich noch nie hier gesehen?!'

Dúné - Mattias Kolstrup, Foto: © Dúné / Casper Balslev

Keine Sonderbehandlung für Mattias
(Foto: © Dúné / Casper Balslev)

Was hat sich für euch geändert?

Mattias: Ein Lehrer meinte gleich nach dem P3-Preis zu mir: 'glaub nicht, dass du jetzt eine Sonderbehandlung bekommst' (Pause) Und: Man sah in der Schule auf viele einmal kleine Mädchen mit Dúné-Shirts. Das war schon komisch.
Cille (fängt an zu lachen): Ich kann mich noch an die Szene in der Kantine erinnern — du standest da in der Schlange an. Hinter dir standen zwei kleine Mädchen und haben sich nicht in deine Nähe getraut.
Mattias (irritiert): Tatsächlich? Das hab ich gar nicht gemerkt.

Cille: Die größte Veränderung kam natürlich nach dem Abschluss: Direkt nach dem Abschlusstag sind wir nach Bremerhaven und haben ein Konzert als Vorband für die Ärzte gespielt. Und dann sind wir nach Kopenhagen gezogen.

Mattias: Rod (AdR: Der Bassist der Ärzte) ist ein Fan von uns. Die Ärzte haben uns gefragt, ob wir die ganze Tour mit ihnen spielen wollen, aber wir gingen ja noch zur Schule.
Cille: — so haben wir leider nur vier Konzerte mit ihnen gespielt.
Mattias: Aber für die näxte Tour nehmen wir sie mit (grinst): Als Vorband.

Wie bekannt sind die Ärzte denn in Dänemark?
Cille: Gar nicht. (grinst) in Dänemark könnten wir sie also tatsächlich mitnehmen.
Mattias: Die bekanntesten deutschen Brands in Dänemark sind Tokio Hotel und Rammstein. (AdR: —nicht schon wieder)
(Pause) Oh, und Cinema Bizarre (verdreht die Augen).

Macht ihr noch etwas außer Musik, studiert ihr?

Beide: Nein. Nur Musik. 100 % Musik.
Mattias: Für etwas anderes haben wir gar keine Zeit.

Also lebt ihr davon?
Beide: Ja.
Cille: Ich mache mir um unsere Zukunft keine Sorgen: Wir sind alle kreative Menschen. Wir werden immer etwas finden.

Dúné

...then they took Berlin.
(Foto: © Dúné / Casper Balslev)

Wie sind eure Beziehungen zu den Fans?

Cille: Gut. Wir freuen uns über jede Bemerkung nach den Konzerten, wir freuen uns über Kommentare auf unserer Website/MySpace-Seite – und es ist cool zurückzuschreiben.
Mattias: In Japan sind sie verrückt. (schaut Cille an) Kannst du dich noch an Japan erinnern? Bei dieser Radio-Show?
Wir haben da ein kleines Akustik-Set gespielt – und die saßen alle ganz erstarrt da und haben geschaut. Die Japaner bewegen sich nur, wenn du es zu ihnen sagst. Und dann achten sie immer drauf, bloß niemand anderen zu berühren.
Jedenfalls gab es da einen Wettbewerb und der Gewinner sollte ein T-Shirt bekommen. Ole umarmt gerne Leute. Er hat dann das T-Shirt an die Gewinnerin übergeben und das Mädchen umarmt. Und sie fing an zu weinen. Das war verrückt.

Enter Metropolis

...die besten Fans kommen aus...?

Mattias: Deutschland! Deutschland hat die besten Zuschauer der Welt. Diese Stimmung bei den Konzerten.

Deutschland??? …habt ihr denn schon mal in Italien gespielt?
Beide: Nein.

Spanien?
Beide: Nein. Wir haben in ganz Europa gespielt, außer im Süden, in Russland, Japan, L.A.

Südamerika?
Beide: Nein.

Gut, dann sprechen wir uns danach noch mal. Wieso seid ihr nach Berlin gezogen?
Cille: Wir haben da schon mal für 3 Wochen gewohnt, in Kreuzberg. Und das hat uns sehr gut gefallen. Es gibt da eine tolle Musikszene. Und unser Plattenlabel ist auch da, wir können also einfach kurz hingehen. Außerdem ist Berlin für mich die Hauptstadt Europas.

Was vermisst ihr in Berlin?

Cille: Familie.
Mattias: Freunde.
Beide: Also hauptsächlich Menschen —und manches Essen.

Sprecht ihr schon deutsch?
Mattias: Cille ist sehr gut.
Cille: Ich habe seit ich in Berlin wohne, wirklich sehr viel gelernt, und natürlich hatten wir deutsch schon in der Schule.
Gut, das näxte Interview machen wir dann auf Deutsch.

Dúné, Foto:  © Dúné / Casper Balslev

Dúné: Bringen japanische Fans zum Weinen
(Foto: © Dúné / Casper Balslev)

Bezieht sich der Titel eures aktuellen Albums »ENTER METROPOLIS« auf den Umzug nach Berlin?

Mattias: Nein. Es ist eher eine Mischung aus allen Städten die wir gesehen haben. Und die Texte beziehen sich auf das, was wir erlebt haben.
Cille: Es ist auch symbolisch zu verstehen: Erwachsen werden…
Mattias: …die Jugend zurück lassen.

»Das klingt wie Iron Maiden«

Wie würdet ihr den Unterschied zum Debüt »WE ARE IN THERE YOU ARE OUT HERE« in eigenen Worten beschreiben.

Mattias: Puh, das ist schwierig es kurz zusammen zufassen. Wir sind in allen Elementen extremer. Härtere Gitarren. Mehr Elektronik. Stärkere Texte.
Cille: Ja, extremer in allem. Wir haben die Aufnahmen auch in zwei verschiedenen Räumen gemacht, wir hatten einen extra Elektroraum. (Lacht) Es war spaßig, wenn wir dann hin und hergingen und schauten: 'und, was macht ihr gerade in eurem Raum?'

Apropos extrem: Ihr habt das Album zusammen mit dem Metal-Produzenten Jacob Hansen gemacht. Wie kam es zu dazu?

Cille: Ich kenne ihn als Produzenten von Raunchy. Und wir dachten er passt gut zu unserem neuen Stil. Wir sind also hingegangen, und haben ein Demo gemacht, sind damit dann zur Plattenfirma – und die meinten zur ersten Version 'das klingt wie Iron Maiden!'. Wir haben dann mit Jacob Hansen daran weitergearbeitet. Er ist der beste Produzent der Welt!
Mattias: Er hat alles auf dem Album gemacht…
Cille: (grinst) …er hat das Album gemacht.

…und ihr habt ihn verändert:
Mattias: (lacht) Ja: Tatsächlich macht er jetzt jede Menge Pop-Bands.

Dúné

Dúné sind nicht nur in Dänemark bekannt
(Foto: © Dúné / Casper Balslev)

Das Songwriting…

Mattias: Machen wir alle zusammen.
Cille: Wir jammen und dann wachsen die Stücke. Jeder bringt seine Ideen ein.

Die Texte…
Mattias: Schreibe alle ich. (grinst) Am Besten bin ich unter Zeitdruck.

Habt ihr eine Lieblingssong, auf dem Album oder live?
Mattias: Ich mag »Revolution«
Cille: »Time To Leave«, das ist auch der Opener für unser Konzert.
Beide grübeln: »Heat« ist ein guter Livesong. Und »Final Party Of The 21st Century«. (AdR: Mein absolutes Lieblingslied. Live einfach genial)

Kopenhagen, Berlin - New York?

Ihr habt einen ganz eigenen Stil. Seid ihr eine Besonderheit in der dänischen Musikszene?

Mattias: Es gibt schon viele Elektrobands in Dänemark…
Cille: …Vito oder Nephew…
Mattias: …aber keine klingt ähnlich wie wir. (Pause) Außerdem sind wir besonders, weil normalerweise Bands die groß in Dänemark sind, außerhalb nicht bekannt sind – oder umgekehrt.

Welche dänischen Bands würdet ihr empfehlen?
Cille: Raunchy. Mew. Carpark North.

… eure Zukunftspläne?

Mattias: Die Tour hier zu Ende spielen, dann haben wir eine ganz kurze Pause und dann touren wir durch Dänemark.

…und umziehen?
Cille: Wer weiß. (lacht) Vielleicht sollten wir die Aufenthaltszeiten immer verdoppeln: Ein Jahr in Kopenhagen, zwei Jahre Berlin und dann vier Jahre in… keine Ahnung… New York?

Na dann: Cille, Mattias, vielen Dank für das Interview – und euch/Dúné alles Gute für die Zukunft!

Dúné - Biografie

 Foto:  © Dúné / Casper Balslev

Von Skive nach Metropolis

Dúné, Foto: © Dúné / Casper Balslev

Dúné: »P3 Guld Prisen«-Gewinner 2006
(Foto: © Dúné / Casper Balslev)

Dúné haben seit ihrer Gründung 2001 mehr als 300 Konzerte inner- und außerhalb Dänemarks gespielt. Die Band aus Skive hat mittlerweile ihr eigenes Musikgenre geschaffen: Indielectrock; ein Mischling aus hochenergetischem Rock, klaren Synthesizern, packenden Gitarren und eingängigen Melodien.

Und so begann alles:

1989

Nur mit wenigen Tagen Abstand werden Malte und Cecilie im selben Krankenhaus in Skive geboren. Knappe sechs Monate später begegnen sich Malt und Mattias zum ersten Mal – im öffentlichen Schwimmbad mit ihren Müttern.

2001 – 2003

Nach den ersten musikalischen Versuchen zuhause beschließen die drei Schulfreunde Mattias, Malte und Simon, eine Band zu gründen. Die Jugendlichen treffen bald auf Cecilie, die sowohl singt, als auch Klavier und eine »böse« Gitarre spielt – mit letzterem gewinnt sie die Aufmerksamkeit der drei Jungs. Ein Jahr zuvor ist Piotrek aus Polen nach Dänemark gezogen, er spricht zwar noch kein dänisch, aber die Band ist von seinen Fähigkeiten an der klassischen Gitarre fasziniert. Da die Band aber schon einen Gitarristen hat, besetzt sie kurzerhand den freien Posten des Bassisten mit Piotrek Kurz danach findet so das erst Konzert statt, im Wohnzimmer von Matthias' Eltern.

Nachdem die Band ein Reihe von Konzerten in Skive gespielt hat, ergibt sich die Möglichkeit in einer Kleinstadt zwischen Skive und Viborg aufzutreten, wo eine örtliche Band auftritt, angeführt von Ole und Danny. Beide Gruppen beachten sich zunächst kaum, stellen jedoch kurz darauf fest, dass sie viele gemein haben. Als sich Ole und Danny von ihrer Band trennen, ist der Schritt in die Band aus Skive nicht mehr weit, da zudem alle der gleiche Musikgeschmack verbindet: Kraftwerk, Sex Pistols, Depeche Mode, Devo, New Order, The Hives, Kliché, The Prodigy, The Strokes, The Cure – um nur einige gemeinsame Favoriten zu nennen. Nachdem die zwei es also in den Proberaum in Skive geschafft haben, ist es so weit: Dúné ist geboren.

Dúné, Foto:  © Dúné / Casper Balslev

Dúné - Pressefotos
(Foto: © Dúné / Casper Balslev)

2004 – 2005

Mit großer Leidenschaft, kombiniert mit einer ernsten Arbeitseinstellung, arbeiten Dúné hart bei Proben und Auftritten, nutzen jede Chance um live zu spielen. Es dauert nicht lange, bis die Leute auf die extrem energiegeladene Band aufmerksam werden. So spielen Dúné kurz darauf Konzerte mit der britischen Band Art Brut und den heimischen The Fashion, Moon Gringo oder Tiger Tunes, mit denen sie einen Remix aufnehmen, der auf Dúnés erster EP veröffentlicht wird. Die erste selbstfinanzierte EP bekommt durchweg positive Kritiken: »Diese EP ist der Grundstein für eine lange und viel versprechende Karriere in Dänemark und auf internationaler Ebene. Trotz des Alters der Bandmitglieder ist es Dúné gelungen, eine interessante Plattform zu schaffen, um ihre Musik zu präsentieren, und die EP ist eine erfrischende und aufregende Zusammenstellung«, so schreibt Kristian Riis, Music Export Denmark.

Die dänische Indie-Plattenfirma Iceberg erkennt bereits auf den zugesandten Demos das Potential der Band, der Liveauftrit von Dúné in Arhus überzeugt Mette und Manfred Zähringer endgültig. Schnell wird man auch außerhalb der Landesgrenzen auf die Jungspunde aufmerksam, folglich spielen Dúné ihre ersten Konzerte in Norwegen, Schweden und sogar eines in Deutschland.

2006

Mit einem Auftritt beim »Spot Festival« in Dänemark beginnt das neue Jahr für Dúné, mittlerweile füllen sie auch große Hallen wie das »Train«, spielen im Sommer sogar beim berühmten »Roskilde Festival« vor ca. 3000 Zuschauern – und bekommen von den einflussreichsten dänischen Musikmagazinen Gaffa und Soundvenue hervorragende Konzertkritiken. Außerdem erhalten Dúné nach langen Verhandlungen mit den Eltern der Bandmitglieder einen Vertrag bei Iceberg Records.
Dúnés Auftritt beim »Spot Festival« beschert der Kapelle internationale Aufmerksamkeit: Sie werden im renommierten US-Newsletter von A&R Worldwide zur »Band der Woche« gekürt, Radiostationen in den USA…, Großbritannien und Deutschland nehmen Dúné auf Rotation. Während eines Urlaubs spielt das Septett im Herbst 2006 drei Shows in London. Direkt nach ihrer Rückkehr erfahren Dúné, dass sie für die »P3 Guld Awards« in Kopenhagen in der Kategorie »Bestes neues Talent« nominiert wurden – und bei der Show auftreten sollen, die live im dänischen TV übertragen wird. Dort präsentieren sie ihre erste Single »Bloodlines«, der beim Radiosender DRP3 sofort das »Lied der Woche« wird; die Single steigt danach direkt auf Platz Eins der dänischen Videocharts »Liga.dk« ein. Die sieben Musiker bekommen von dem plötzlichen Ruhm jedoch nichts mit, da sie sich in einem winzigen Studio verbarrikadiert haben, um ihr Debütalbum mit den Produzenten Mark Willis (The Blue Van) und Dan Hougesen aufzunehmen.

Dúné, Foto: © Dúné / Casper Balslev

Dúné - Pressefoto - Mattias
(Foto: © Dúné / Casper Balslev)

2007

Dúné beginnen mit den Studioaufnahmen, die nur durch einen Auftritt beim »Eurosonic Festival« in den Niederlanden unterbrochen werden. Kurz danach schließt das Dúné-Label Iceberg Records einen Vertrag mit Sony BMG… Deutschland ab, um ihr Album in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu veröffentlichen. Es folgt eine Reihe von Konzerten in Deutschland, wo das Album schließlich fertig gestellt wird. Im April tritt die Band dann bei der renommierten »Musexpo« in L.A. auf. Am 29. Mai erscheint endlich Dúnés Debüt »WE ARE… IN THERE… YOU… ARE… OUT… HERE« in Dänemark. Daraufhin spielen Dúné im Sommer auf allen großen dänischen Festivals, sowie auf einigen in Norwegen und Deutschland. Im Herbst erscheint ihr Album auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz, woraufhin die Band für ihre erste internationale Auszeichnung nominiert wird: Als »Best Danish Act« bei den MTV… Europe Music Awards – schon spielen Dúné Support-Shows für Größen wie Foo Fighters, Muse und Fall Out Boy. Ihre EP »BLOODLINES« wird in Deutschland, Österreich und der Schweiz veröffentlicht und die Single »Dry Lips« beschert der Band die erste Chart-Platzierung in Deutschland.

2008

Das Jahr beginnt mit einer beeindruckenden Anzahl von Auszeichnungen. Dúné gewinnen den renommierten Radiopreis »P3 Guld Prisen«, bei den Danish Music Awards siegt die Band in drei Kategorien: »Bestes dänisches Rock-Album«„ »Beste dänische Band« und »Bester neuer dänischer Act«. Das Magazin Gaffa widmet Dúné die Titelgeschichte und kürt Dúné zur »Band des Jahres« und zum »Neuen dänischen Act«. Zudem kommen sie unter die Top Fünf bei »Bestes dänisches Album« »Sänger des Jahres“ (Matthias Kolstrup)« und »Bester dänischer Hit« (für »Bloodlines«). Dúné treten auch bei der Midem in Cannes auf und erhalten dort den angesehenen »European Border Breaker Award« (eine Auszeichnung die an Bands verliehen wird, die außerhalb ihres Heimatlandes Erfolge erzielen konnte). Im Frühjahr gehen Dúné auf ihre bisher größte Tour durch Dänemark, Deutschland und Österreich, welche komplett ausverkauft ist. Außerdem spielen sie Konzerte mit Therapy? und Portugal The Man (Jägermeister Rockliga) sowie als Vorband für Panic At The Dicso.

Im selben Jahr unterzeichnen Iceberg Records und Sony BMG… einen Vertrag zur Veröffentlichung im restlichen Kontinentaleuropa und das größte japanische Indie-Label Dreamusic veröffentlicht Dúnés Debüt ebenfalls.
Mai und Juni 2008 sind für Schule und lernen reserviert, dann legen alle sieben Musiker erfolgreich ihre Abschlussprüfungen ab – und können sich von nun an voll auf ihre Musikkarriere konzentrieren. Dúné ziehen nach Kopenhagen, verbringen jedoch die meiste zeit am lokalen Flughafen, von wo sie für Konzerte nach ganz Europa, für Promoreisen nach Japan und für ihren Auftritt bei der »Musexpo« nach London fliegen.

Noch im November des gleichen Jahres beginnt die Band Songs für das neue Album zu schreiben und richtet ihr Hauptquartier in Kopenhagen ein, direkt neben dem Treffpunkt der Hell's Angels – und weit, weit weg von Skive.
Dúnés Ehrgeiz für das zweite Album ist riesig und selbst die besten Produzenten aus den USA… und UK sind hierfür im Gespräch. Um ihren Synthesizern einen härteren Klang zu verleihen, beschäftigen sich Ole und Cecilie mit Metal-Music; so steht der Name Jakob Hansen im Raum, der hinter nahezu jedem dänischen Metal-Album steht (Raunchy, alle Volbeat-Alben). Ole versucht sein Glück bei Jakob und überraschenderweise willigt der Produzent sofort ein, mit de, Septett zusammen zu arbeiten. So gehen Dúné nach Jütland, um mit den Aufnahmen zu beginnen. Für Jakob Hansen klingen die Synthesizer der Band zwar wie Orgelmusik, aber die Zusammenarbeit erweist sich letztendlich als äußerst erfolgreich – rauer, ausgereifter, härter, besser.

2009

Im März 2009 sind die Aufnahmen beendet, abgemischt wird das Album von Michael Ilbert (Roxette, Cardigans, The Hives) und Jakob Hansen. Die Band kehrt nun nach Kopenhagen zurück, aber nach den vielen Auslandsreisen ist ihnen die Stadt zu klein geworden. Nach nur zehn Monaten in der dänischen Hauptstadt packen die Bandmitglieder Gitarren, Synthesizer, Schlagzeug und Bass in den Bus und machen sich auf den Weg nach Berlin. Nicht um Dänemark den Rücken zu kehren, sondern um ihren Horizont zu erweitern und neue Inspiration zu finden.

Diskografie

2007 We Are In There You Are Out Here
2009 Enter Metropolis

Besetzung

Mattias Kolstrup – Gesang
Danny Jungslund – Gitarre
Simon Troelsgaard – Gitarre
Cecilie Dyrberg – Synthesizer, Gitarre, Hintergrundgesang
Ole Bjørn Sørensen – Synthesizer, Hintergrundgesang
Piotrek Wasilewski – Bass
Malte Aarup-Sørensen – Schlagzeug

© Fotos: Dúné / Casper Balslev